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Einsatzübung Wipfelfeuer vom 27. Juni 2011

Die Feuerwehr Therwil wurde von der Feuerwehr Birsfelden zur Mannschaftsübung „Wipfelfeuer“ vom 27. Juni 2011 eingeladen. Eingeplant in die Übung wurde Therwil mit 4-6 AdF und einem TLF (in unserem Fall HLF). Damit die FW Therwil mit dem richtigen Material anreist wurde der Auftrag bereits im Voraus bekannt gegeben: Halten mit Monitor/Wasserwerfer.

Die sechs AdF von Therwil, welche an der Übung teilgenommen haben, trafen sich um 18.00 Uhr im Magazin. Mit dem HLF und dem Wasserwerfer ging es sogleich in Richtung Birsfelden. Um 18.20 Uhr sind wir auf dem vereinbarten Warteraum auf dem Schleusenparkplatz angekommen. Dort warteten wir auf das Eintreffen der Feuerwehr Münchenstein (6 AdF und 1 TLF), der Stützpunkt-FW Muttenz (4-6 AdF und 1 TLF), Berufsfeuerwehr BS (1 AdF und HydroSub-Pumpe) sowie die Bezirksfeuerwehr BS (3 Fahrzeuge und 10 AdF). Um 19.00 Uhr kam Daniel Lerch, Übungsleiter, und instruierte nochmals alle Angehörigen im Detail.

Die Ziele der Übung:
- Zusammenarbeit mit anderen Feuerwehren
- Bildung von Fachbereichen/Abschnitten
- Wasserförderung über längere Strecken
- Funk-Verbindung mit FW und Gemeindepolizei funktioniert
- Rettungen innert 10 Minuten nach Eintreffen ausgeführt
- Korrekter Einsatz der schweren Löschmittel (nur auf Befehl Übungsleitung)


Lage (Übungsannahme):
Seit Wochen herrscht eine ungewöhnliche Trockenheit. Die lang anhaltende Hitze bei Temperaturen über 30 Grad führt zu trockenen Böden und dürrer Vegetation. Ein Feuerverbot wurde bereits ausgesprochen.
Für die Übung wurde folgende Wetterlage angenommen:
Temperatur um 19.30 Uhr immer noch über 29 Grad, extrem trocken. Schwacher Wind, in Feuernähe böig auffrischend, aus Nordwesten.

Man muss dazu sagen, die Temperatur stimmte mit der Übungsannahme überein.


Ereignis (Übungsannahme):
Eine Böschung oberhalb der Schrebergärten in der Hagnau ist in Brand geraten. Dürres Unterholz und die Steilböschung brennen mit starker Rauchentwicklung rasant ab.
Durch den dichten Rauch abgelenkt fährt ein mit zwei Personen besetzter PW in eine Mauer. Beide Personen sind verletzt und eingeklemmt.
Ein Forstarbeiter, mit Arbeiten im Naturschutzgebiet der Steilböschung beschäftigt, wird von einem durch die Hitze abgebrochenen Baumstamm getroffen und eingeklemmt.
Mehrere Personen, die mit dem Wegtreiben der Schafe aus der Steilböschung beschäftigt waren, suchen Unterschlupf in einem Schopf unten bei den Schrebergärten und können sich von dort nicht mehr selbst retten.
Der Böschungsbrand breitet sich schnell aus. Die Wohnhäuser und die Schrebergärten sind in Gefahr. Ausserdem befindet sich in der Nähe die Gas-Verteilstation der IWB.



Um 19.40 Uhr kam dann langsam Leben in die Runde. Die AdF rüsteten sich langsam aber sicher aus und warteten bei ihren Fahrzeugen. Wer sich erinnern kann wie warm es an diesem Tag war wird mit allen AdF Mitleid haben, welche im Brandschutz-Tenue warten mussten bis es los geht.
Geplant war, dass Münchenstein und Therwil um 20.00 Uhr aufgeboten werden und dann an den Schadensplatz fahren müssen. Unser Auftrag „Halten“ war ja bereits vorher klar. Als Therwil dann als letzte Feuerwehr um 20.15 Uhr aufgeboten wurde fuhren wir wie vom Einsatzleiter befohlen zum Warteraum. Wir wurden einem Abschnittsleiter zugeteilt und warteten auf weitere Anweisungen.

Auch im Warteraum mussten wir eine Zeit lang im stickigen Feuerwehrauto ausharren bis wir dann eingewiesen wurden. Einsatz- und Abschnittsleiter haben uns aber wiedererwarten an einen anderen Schadensplatz geschickt. Die FW Münchenstein hat die falsche Abzweigung erwischt und hat sich bereits zum „Halten“ ausgerüstet, bis dies vom Einsatz- und Abschnittsleiter bemerkt wurde. Aus diesem Grund lautete der Auftrag für Therwil neu „Retten und Löschen in den Schrebergärten“. Der erste Gedanke bei dieser Hitze war „Ohje Atemschutz“. Doch alleine die Hinfahrt zum Schadensplatz wurde schwierig. Die Strasse zwischen den Schrebergärten war sehr schmal und unser HLF kam fast nicht durch. In der Kurve wurde dann vom Fahrer Massarbeit geleistet.

Beim Eintreffen am Schadensplatz wurde sogleich eine bewusstlose Person gefunden und via Schleifsack zum Rettungsplatz gezogen. In der Zwischenzeit wurde mit dem Schnellangriff ein kleineres Feuer gelöscht. Der erwartete Grossbrand blieb glücklicherweise aus und somit mussten wir uns nicht mit Atemschutz ausrüsten.

Die schwierigste Aufgabe für Therwil kam erst nach Übungsabbruch. Es gab nämlich keinen anderen Weg aus den Schrebergärten raus, als der, den wir beim hineinfahren schon benutzten. So musste unser Fahrer den ganzen Weg rückwärts fahren. Eine glanzvolle Leistung unter diesen Bedingungen, und dies ohne grössere Schäden (eventuell hat es einen Rosenbusch gekostet).

Die Übungsbesprechung mit den anderen Feuerwehren fiel positiv aus und so konnten die Feuerwehren bald das Retablieren angehen. Um kurz nach 22.00 Uhr hiess es dann abtreten in Birsfelden. Im Pumpichäller gab es noch eine Stärkung. Vielen Dank an dieser Stelle für den Hörnlisalat und die Getränke.

Die Einsatzübung war ein gutes Training und hat gezeigt, man muss auch immer auf das unerwartete vorbereitet sein.

Text: Marisa Imboden

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