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Kurs Gruppenfuehrer im ifa vom 11. April 2014

Feuerwehr-Ausbildung, Gruppenführerkurs vom 7. – 11. April 2014 im ifa in Balsthal


Montagmorgen, kurz nach 6.15 Uhr:

Die ersten Feuerwehrfahrzeuge und/oder Privatfahrzeuge treffen ein. Die Nervosität ist spürbar, das Material wird ausgeräumt, Kollegen begrüsst, die Fahrzeuge versorgt. Bald geht es los, die Spannung steigt. Schlangen bilden sich vor dem Schaukasten, in welchem die Klasseneinteilungen stehen und hektisch wird von allen der eigene Name gesucht.


Montagmorgen 7.13 Uhr:

41 Angehörige der Feuerwehren Baselland warten gespannt bis der Kurskommandant, Major Peter Jauch, den Startschuss für die spannende Woche im Gruppenführerkurs gibt. Die Begrüssung startet und der Kurs beginnt.


Von der Feuerwehr Therwil sind 4 AdF vor Ort und freuen sich auf eine interessante, lernreiche Woche non-stop im ifa (den Weg sparen wir uns und übernachten vor Ort). Wir sind in den Klassen 1 bis 4 eingeteilt, insgesamt sind es 6 Klassen. Und auch von unserer Nachbarfeuerwehr Biel-Benken sind 3 AdF vor Ort.


Nach einer offiziellen Begrüssung in der Aula sowie einer Anwesenheitskontrolle starteten wir mit einem kurzen Referat von Major Peter Jauch zum Thema Gruppenführer. Was werden für Erwartungen in uns gesteckt und was dürfen die Anwesenden vom Kurs erhoffen, solche und noch mehr Fragen wurden geklärt. Anschliessend hörten wir ein Referat zum Thema Einsatzführung.

So lernten wir hier zum Beispiel die Chronologie eines Einsatzes kennen (Ereignis – Alarmierung – Anfahrt – Einsatz – Einsatzende). Wir repetierten die Prioritäten (Menschen – Tiere – Umwelt – Sachwerte) und unseren ständigen Auftrag (Sichern – Retten – Halten – Schützen – Bewältigen). Wir wurden weiter auf die Gefahren im Einsatz aufmerksam gemacht (z.B. Verkehr, Atemgifte, Elektrizität, Explosionen, etc.). Und wir lernten zum ersten Mal die notwendigen Elemente der Einsatzführung (Schadenplatz, Informationen, Verbindungen und betroffene Partner) und die Befehlsgebung (Orientierung – Absicht – Auftrag – Besonderes – Standort) kennen. Gerüstet mit diesen viele Schlagwörtern und weiteren Informationen konnten wir jetzt richtig loslegen.


Nach den beiden Referaten in der Aula ging die Arbeit in den Klassen los. Ein kurzes Kennenlernen inklusive Vorstellungsrunde erleichterte den Einstieg. Grundsätzlich waren es täglich 8 Lektionen teilweise gehörten die Lektionen zu einer Doppellektion zusammen. Die Lektionen hatten Namen wie Technische Hilfeleistung 1 – 6, Brandbekämpfung 1 – 7, Atemschutz 1 – 2, Wärmebildkamera, Rettungsdienst, Funkparcours, Baukunde, ABC-Einsatz und Lüften. Um sich ein Bild von den Lektionen machen zu können findet man hier eine Zusammenfassung und ein paar Informationen zu den Lektionen:


Technische Hilfeleistung 1 – 6:

Hierzu gehört unter anderem die Repetition unseren gängigsten Knoten wie z.B. der Mastwurf. Aber es gab auch eine Lektion mit dem Habegger, dem Dreibein oder mit Motor- und Kreissäge. Auch der Pionierdienst im Bereich Wasserwehr (Sandsäcke und co.) ging dabei nicht vergessen.

Brandbekämpfung 1 – 7:

Mit einer Theorielektion zum Thema Schaum sowie eine Übung mit Miniaturbränden führten wir beispielsweise durch. Aber auch die Repetition und die Arbeit rund um den Schlauchdienst standen auf dem Programm. Ein TLF- sowie Pyrodrom-Einsatz gehörten natürlich auch mit ins Boot und für das Gefühl mit dem echten Feuer durften wir noch in den EBER (Container) und auf dem Areal einen dreifachen Brandschutz erstellen.


Atemschutz 1 – 2:

Beim diesen beiden Lektionen ging es um die Grundsätze zum Atemschutz. Wir lernten dabei zum Beispiel SÜV und die ART-Regel kennen. Unter Atemschutz mussten wir dann z.B. auch Personen in einem Gebäude suchen.


Wärmebildkamera:

Die Wärmebildkamera kennenlernen stand hier an erster Stelle. Anschliessend ging man mit der Atemschutzausrüstung in einen Raum und lernte, wie die Kamera korrekt verwendet wird und was speziell beachtet werden muss.


Rettungsdienst:

Unter diesem Begriff durften wir den Leiterdienst mit der Schiebeleiter repetieren und zum ersten Mal die entsprechenden Befehle geben.


Funkparcours:

Man übte das Funken mit einfachen Sätzen und Aufgabenstellungen. Zuerst gab es in 2er-Trupps verschiedene Aufträge im Klassenzimmer und anschliessend in einem Gebäude wo man verschiedene Sachen suchen musste und dem Einsatzleiter melden.


Baukunde:

Hier lernten wir, was sich der Einsatzleiter für Fragen stellen muss. Zum Beispiel: Wie komme ich hin? Risiken und Gefahren? Sensible Zonen? Was passiert in … Minuten?


ABC-Einsatz:

Hier durften wir in einer Lektion lernen, was ein ABC-Einsatz ist und auf was man dabei speziell achten muss.


Lüften:

Beim Lüften lernten wir die verschiedenen Arten von Lüftern kennen und repetierten die Grundsätze wann eine Lüftung gemacht werden darf/kann.





Viele dieser Lektionen waren teilweise auch als Repetition zum Kurs Basiswissen. Neu aber in diesen Lektionen war, dass wir die Gruppenführer waren. Wir mussten unseren Trupp führen, wir erteilten die Aufträge und wir kommunizierten mit dem Einsatzleiter.


Am Freitag durften wir nochmals mit einem Referat beginnen, dieses Mal zum Thema Gefahren im Einsatz. Anschliessend folgten zwei Lektionen namens Befehlsparcours. Mit der eigenen Klasse ging man zu sechs verschiedenen Posten, bei jedem Posten war ein Klassenlehrer mit anderen Aufträgen. Für jeden Posten hatte man ungefähr 20 Minuten Zeit. Bei den Aufgaben ging es darum, das Gelernte der vergangenen vier Tage anzuwenden und als Gruppenführer die Befehle korrekt zu erteilen und auszuführen. Zum Beispiel musste man in einem Keller unter Atemschutz und mit sehr schlechten Sichtverhältnissen einen grossen Raum korrekt absuchen und eine Personenrettung vornehmen. Nachdem sämtliche Posten absolviert waren ging es wieder in die Klassenzimmer und es gab für alle AdF einen schriftlichen Test. Bei diesem Test ging es darum zu prüfen, was in dieser Woche hängen geblieben ist. Gefragt wurde z.B. was unser ständiger Auftrag ist, was SÜV genau bedeutet oder was die ART-Regel genau ist. Mit der Klasse wurden die Tests korrigiert und alle AdF konnten so sehen, wo die eigenen Schwachstellen sind um an diesen weiterarbeiten zu können.


Zum Abschluss dieser Woche gab es drei Einsatzübungen mit frisch-ausgebildeten Offizieren. Wir durften zu diesen Einsatzübungen zwei Offiziere von Therwil zu Besuch empfangen, welche bei den Einsatzübungen zu- und ihren AdF genau auf die Finger schauten. Für die Einsatzübungen wurden jeweils drei Klassen zusammengeführt um mehr AdF auf dem Platz zu haben. Die erste Einsatzübung war in einer Einstellhalle, dort brannte ein Fahrzeug und es gab mehrere vermisste Personen. Bei der zweiten Einsatzübung ging es um den dreifachen Brandschutz auf dem Areal des ifa. Dort mussten unter anderem ein Zug vor dem Feuer geschützt, mehrere Fässer und eine Zisterne gekühlt und die Brände gelöscht werden. Und die dritte Einsatzübung fand im Pyrodrom statt wo es im Keller oder in der Garage brannte und es diverse Räume nach vermissten Personen abgesucht werden mussten.


Nachdem die Einsatzübungen beendet waren, ging es ans grosse Retablieren. Das gesamte Material vom ifa musste sauber versorgt und die eigenen Materialen wieder eingepackt werden. Anschliessend mussten wir zum letzten Mal in unseren Klassen einstehen, machten eine Kursreflexion und erhielten unsere Teilnahmebescheinigungen. Eine interessante Woche ging damit zu neige. Aufgeregt aber müde schleppten wir unser Material ins Daily und liessen uns von den beiden Offizieren nach Hause chauffieren.


Ein Dank an alle Personen, welche uns sowohl in Therwil als auch im ifa diese unvergessliche Woche ermöglicht haben!


Text: M. Imboden

Fotos: R. Imboden & ifa
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