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Hauptübung und Tag der offenen Tür vom 8. September 2012

Am 8. September 2012 war in Therwil manches los. Neben Gemeinde & Gewerbe im Dorfzentrum hat auch die Feuerwehr Therwil ihre Tore und Türen geöffnet.

Schon früh am Morgen haben sich einige Angehörige der Feuerwehr zum Aufstellen und Vorbereiten getroffen. Vor und an einem solchen Tag gibt es viel zu organisieren damit alles reibungslos abläuft. Am Morgen wurden sämtliche Posten installiert, das Beizli aufgestellt und für den Abend die Fahrzeughalle eingerichtet. Ausserdem musste für den Anlass „44 offene Türen“ die Bahnhofstrasse gesperrt werden. Die Feuerwehr war dafür seit 6.00 Uhr am Morgen unterwegs um die Strasse zu sperren und dafür zu sorgen, dass niemand in die Bahnhofstrasse einfährt.

Um 13.00 Uhr bereits mit einigen Zuschauern begann für die AdF‘s die Hauptübung 2012. Wie üblich wurde die Mannschaft vom Kommandant begrüsst und dann mittels Appell auf Vollständigkeit überprüft. Anschliessend gab es noch einige Instruktionen an den jeweiligen Posten. Pünktlich um 13.30 Uhr starteten wir in diesen ereignisreichen Nachmittag. Das Beizli wurde eröffnet und die Posten für Jung und Alt in Betrieb genommen. Es war für Jedermann etwas dabei. Sämtliche Angehörige der Feuerwehr waren für das Wohl der Einwohnerinnen und Einwohner sowie der Gäste besorgt. Bei verschiedenen Posten konnte man sich vom Feuerwehrfieber anstecken lassen. Im Beizli herrschte während des ganzen Nachmittages reger Betrieb. Bei Wurst vom Grill und einem kühlen Getränk liess es sich gut verweilen. Speaker Roland Imboden hat die Anwesenden über die vielen Attraktionen informiert und konnte den Gästen viele Episoden erzählen.

Als Feuerwehrmann darf man keine Höhenangst haben, dies wurde im Posten Höhensicherung & Anhängeleiter anschaulich demonstriert. Kinder aber auch Erwachsene wurden bei dort professionell gesichert und durften dann die Anhängeleiter hochklettern. Die meisten Besucher getrauten sich bis ganz nach oben. Dort konnte man auf den Balkon der Gemeindeverwaltung (2. Stock) klettern und mit dem Lift nach unten fahren. Mit der Zeit bildete sich eine grosse Schlange denn die Kinder wollten Ihren Mut beweisen. Teilweise musste oder durfte ein Elternteil direkt dahinter hochklettern, so hatten die Kleinen noch eine Unterstützung unterwegs. An diesem Nachmittag haben wir viele potenzielle Feuerwehrmänner und -frauen gesehen, welche in ein paar Jahren sicherlich zu uns stossen werden.
Auf der Bahnhofstrasse vor der Einfahrt ins Feuerwehrmagazin stand der Hubretter der Feuerwehr Klus (Aesch & Pfeffingen), welche mit zwei Mann den ganzen Nachmittag zur Verfügung standen. Auch dort mussten die Kinder anstehen und die Männer hatten alle Hände voll zu tun um den Ansturm zu bewältigen. Im Korb des Hubretters wurden die Passagiere fachgerecht gesichert und der Korb hob dann ab in luftigen Höhen. So hatte man einen Blick über den Platz beim Magazin aber auch über die Aktivitäten entlang der Bahnhofstrasse und natürlich über „Därwil“.

Heiss ging es beim Posten Fritteusen- und Pfannenbrand zu. Die Gruppe welche dort im Einsatz war hat ihr Gebiet grossräumig abgesperrt. Im hintersten Teil wurde eine Art Fritteuse aufgebaut in welcher man Öl so lange erhitzt hat, bis es brannte. Dann wurde den Zuschauern demonstriert wie man einen solchen Brand nicht angehen sollte. Ein AdF hat in seiner Feuerwehrausrüstung mit einer Verlängerung ein halbes Glas Wasser hinzugegeben. Das Ausmass der Stichflamme (siehe dazu auch die Fotos) und die Hitze liessen viele Zuschauer erschrocken zurückweichen. Besser man löscht einen solchen Brand mit einem geeigneten Feuerlöscher. Auch dies wurde dann demonstriert. Man merke: Wenn Öl oder Fett Feuer fängt niemals mit Wasser löschen! Auch wurde an diesem Posten ein normaler Pfannenbrand demonstriert. Mit einer Löschdecke kann ein solcher Brand selbst gelöscht werden. Deshalb gehört eine solche Decke in jeden Haushalt! Kinder und Erwachsene konnten selber testen wie einfach man mit einer solchen Löschdecke das Feuer löschen kann.

Um der Sonne ein wenig auszuweichen, konnte man sich einem Magazinrundgang anschliessen. Von einem Angehörigen der Feuerwehr wurde man durch das ganze Magazin geführt und erfuhr so vieles über das Feuerwehrwesen. Viele Fakten und Geschichten wurden Gross und Klein erzählt und diese staunten nicht schlecht. Auch Nachbarfeuerwehren haben sich einem Magazinrundgang angeschlossen um herauszufinden, was im eigenen Magazin besser oder noch zu verbessern ist.

Für die jüngeren Kinder gab es auch noch die Möglichkeit an einem Stand ein Feuerwehrbild auszumalen und dies mit nach Hause zu nehmen.

Viele Kinder geben als Berufswunsch Feuerwehrmann oder -frau an – bei uns durften sie testen wie sich dies anfühlt. Mit sämtlichen Variationen von Uniformen - von anno dazumal bis zur aktuellen – inklusive Helm und Handschuhen - durften sich die Kinder oder auch Eltern einkleiden. Ein Foto vor oder in einem Fahrzeug durfte als Erinnerung natürlich nicht fehlen und konnte am Stand ausgesucht und mitgenommen werden. Viele strahlende Kinderaugen waren der Dank.

Für Abkühlung sorgte der Posten Schlauchdienst. Besucherinnen und Besucher hatten dort drei Variationen von Schlauchdienst und bei den Kindern gab es klar einen Favoriten: mit Eimerspritzen musste auf eine Burg gezielt werden. Wer die gekennzeichnete Stelle mit dem Wasser getroffen hat wurde mit einem Schokokuss (Mohrenkopf) belohnt. Dieser wurde aber nicht von den AdF’s verteilt sondern kam geflogen sobald man getroffen hat. Schnelligkeit und Geschick waren somit gefragt. Auch mit Eimerspritzen konnte man versuchen einige Flaschen von einer Bank herunter zu spülen. Bei der Eimerspritze darf nicht vergessen werden, dass man zu Zweit sein muss. Eine Person zielt (in unserem Fall meistens die Kinder) und eine Person muss hinten Wasser pumpen damit überhaupt etwas geschieht (meistens die Eltern). Und beim letzten Teil dieses Postens wurde man von einem AdF unterstützt und konnte mit einem echten Feuerwehrschlauch hantieren. Dort war es ebenfalls das Ziel die Flaschen welche am Ende des Parkplatzes aufgestellt waren zu treffen. Wie schwer ein solcher Schlauch ist und vor allem die Kraft die das Wasser hat, haben die Kinder schnell gespürt und waren froh um die Unterstützung unserer Feuerwehrmänner.

Das Spiel „der heisse Draht“ dürfte allen ein Begriff sein und fehlte auch an diesem Nachmittag nicht. Ziel war es dort nicht an den Draht zu kommen und der Form nachzufahren. Wer er schaffte ohne, dass das Feuerwehrhorn sich meldete erhielt einen Lolipop. Ausserdem konnten unsere Gäste das Schlauchkegeln ausprobieren. Dazu wird ein gerollter Schlauch ausgeworfen und die Wasserflaschen sollten so umgeworfen werden. Die Treffsicherheit liess hier aber oftmals auf sich warten.

Neben all diesen abwechslungsreichen Stationen und dem Spass den Jung und Alt dabei hatten, durfte die eigentliche Hauptübung (Einsatzübung) nicht vergessen werden. Wegen dem Einsatz der Mannschaft beim Magazin viel diese aber im Jahr 2012 ein bisschen kleiner aus. Anlässlich des Festes „44 offene Türen“ und dem roten Teppich auf der Bahnhofstrasse wurde die Einsatzübung auch direkt an der Bahnhofstrasse durchgeführt. In einem Haus neben dem Coop fand die Einsatzübung um 14.00 Uhr und 16.00 Uhr statt. Jeweils die Hälfte der Mannschaft war im Einsatz und die andere Hälfte sorgte für die Posten beim Magazin. Annahme im Übungsobjekt war ein Brand sowie eine bewusstlose Person im Erdgeschoss. Ausserdem war im ersten Obergeschoss eine Person, welche panisch um Hilfe rief und auf ihre Rettung wartete. Weiter musste der Anbau geschützt werden, damit der Brand nicht übergreifen würde. Die AdF hatten die Situation jeweils schnell im Griff und die Übung wurde zur Zufriedenheit von Einsatz- und Übungsleiter durchgeführt.

Um 17.00 Uhr versammelte sich die ganze Mannschaft vor dem Magazin und es hiess wiederum „einstehen!“. So viele Zuschauer wie noch nie versammelten sich und waren gespannt was genau kommen würde. Es ging langsam an den festlichen Teil über. Von Kommandant und Löschvorsteher wurde der Mannschaft ein grosses Dankeschön ausgesprochen für die Zeit, Bereitschaft und Arbeit welche investiert wird während 365 Tagen im Jahr. Kommandant Michel Frossard hat das Jahr 2012 zusammengefasst. An der Hauptübung werden jedes Jahr die Verabschiedungen und Beförderung vorgenommen. In diesem Jahr wurden sechs Rekruten zu Soldaten befördert – herzliche Gratulation an dieser Stelle. Verabschiedet wurde dieses Jahr nur eine Person. Pius Heimgartner, Kommandant Stellvertreter, geht nach 25 Jahren in seine Feuerwehrpension. Ihm und seiner Frau wurde für die vielen Jahre herzlich gedankt. Sein Nachfolger wurde an diesem Nachmittag befördert. Der Gemeinderat hat als Nachfolger Philipp Grimm gewählt. Philipp Grimm wird ab Januar den Posten als Kommandant Stellvertreter übernehmen. Wir möchten Pius Heimgartner an dieser Stelle nochmals für sein jahrelanges Engagement danken, gratulieren Philipp Grimm zur Wahl und wünschen ihm viel Freude und Glück in seinem Amt.

Um 17.30 Uhr also Schlag auf Schlag hat sich der ganze Platz auf die Bahnhofstrasse verschoben. Dort wurde nämlich sehnsüchtig das neue Pionierfahrzeug erwartet. Der Höhepunkt dieses Nachmittages stand kurz bevor – die Fahrzeugtaufe! Nachdem Gemeinderat und Löschvorsteher Gregor Gschwind einige Worte an die Anwesenden gerichtet hat wurde das Wort an Claudia Brändle übergeben. Claudia Brändle ist die Chefin der Firma Tony Brändle AG Wil, in welcher dieses Fahrzeug gebaut wurde. In ihrer Rede hat sie die Zuschauer überzeugt, dass die gesamte Firma mit viel Herzblut am Bau unseres Fahrzeuges beschäftigt war. Andy Hörnlimann, Mitarbeiter der Firma Brändle, dankte dann im Namen der Belegschaft für den Auftrag. Claudia Brändle übergab den symbolischen Schlüssel für das Fahrzeug an Gregor Gschwind. Dann hatte das neue Pionierfahrzeug den grossen Auftritt. Franz Bobst kam mit Sirenen und Blaulicht und demonstrierte den Anwesenden unser neues Fahrzeug. Die anderen Fahrzeuge der Feuerwehr Therwil begrüssten den Neuzugang ebenfalls mit Sirene, Horn und Blaulicht. Das neue Pionierfahrzeug wurde von Feuerwerk und mit Wasserwand begeistert empfangen. Jedes Fahrzeug braucht auch einen Götti. Auserwählt wurde der ehemalige Offizier und Kommandant Stellvertreter, Gemeinderat Rolf Frei. Er hatte dann auch die Ehre den Namen des Fahrzeuges zu präsentieren und die Taufe zu vollziehen. Das Fahrzeug wurde auf den Namen PEGASUS getauft.

Nach der öffentlichen Taufe und Feier hatten die Anwesenden dann Gelegenheit das Fahrzeug genauer zu betrachten und zu bewundern. Die Angehörigen der Feuerwehr haben das Fahrzeug sehnsüchtig erwartet und wollten es sogleich auch unter die Lupe nehmen. Anschliessend gab es im alten Magazin der Feuerwehr Therwil einen kleinen Apéro für die geladenen Gäste und die Mannschaft.

Zum Abschluss haben sich Mannschaft die geladenen Gäste in die Fahrzeughalle verschoben. Dort gab es ein feines Nachtessen und man liess den ereignisreichen und spannenden Tag Revue passieren. Zum Schluss wurde die Löschstube eingeweiht und das neue Pionierfahrzeug in die Fahrzeughalle eingefahren.

Ein herzliches Dankeschön an die Organisatoren und an alle Helferinnen und Helfer ohne die es nicht so toll geklappt hätte! Es war ein echtes Erlebnis. Wir danken ebenso den vielen Besucherinnen und Besucher an dem regen Interesse und freuen uns schon auf die nächste Hauptübung im Jahr 2013!

Text: M. Imboden
Fotos: Angehörige der Feuerwehr


Hier der Link zu den Fotos: Foto-Gallery Tag der offenen Tür




 
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